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13.12.2018 : 23:04

Ökumenischer Arbeitskreis "Sitzwachen" Kettwig

Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen im Alten- und Pflegeheim.

Der Grund unserer Arbeit
Jeder Mensch hat seine Würde. In vielfältigen Beziehungen während unseres ganzen Lebens sind wir darauf angewiesen, dass diese Würde geachtet wird. Angesichts des nahenden Todes ist die begleitende Nähe eines Mitmenschen Ausdruck von Nächstenliebe und ein Zeichen, das Gottes Liebe auch im Sterben trägt. Viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen haben keine Angehörigen und Freunde in der Nähe. Manche von ihnen sind ganz allein und fühlen sich verlassen. Besonders spürbar wird das beim Sterben. Die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der Heime sehen ihre Aufgabe als ganzheitlichen Pflegedienst und die Bewohner als Menschen mit leiblichen, seelischen und geistigen Bedürfnissen. Sie tun was sie können. Dennoch ist es ihnen oft nicht möglich, bei einem Sterbenden über eine lange Zeit zu bleiben. Diese Zeit fehlt vor allem am Abend und in der Nacht.

Unsere Ziele
Wir wollen...
... die letzte Lebensphase nach Möglichkeit in gewohnter Umgebung mittragen,...
... ungewollter Isolation entgegenwirken.
... das Pflegepersonal entlasten.
... die Angehörigen stützen.
... das Sterben in unser Leben einbeziehen.
... das Öffentliche Bewusstsein im Hinblick auf das Sterben verändern.

"Wir werden jedem Menschen den Raum geben müssen,
seinen eigenen Tod zu sterben,
auch wenn das zufällig nicht der Tod ist,
den der Helfer für den idealsten hält."
(Paul Sporken)

Was wir tun
Wir lassen uns leiten von unserem Einfühlungsvermögen in die Person des Sterbenden und seine Situation. Wir versuchen herauszufinden, was er in diesem Moment braucht und was der Würde dieses Menschen entspricht.

- Ob wir still an seinem Bett sitzen.
- Ob wir kleine Handreichungen tun.
- Ob wir seine Hand halten.
- Ob wir etwas sprechen, einen Liedvers singen oder beten...

Für all das gibt es keine festen Regeln, nach denen zu handeln wäre. Die Wünsche und Bedürfnisse des sterbenden Menschen sind Maßstab für unser Tun.

Unsere Erfahrungen
Bei diesem Tun sind wir den unterschiedlichsten Erfahrungen ausgesetzt. Wir erleben, dass unsere Begleitung den Sterbenden Trost sein und Ruhe vermitteln kann. Wir können Ohnmacht erleben und an unsere Grenzen stoßen. Wir haben unser eigenes Schicksal vor Augen: Betroffenheit und Angst, aber auch Hoffnung können entstehen. Wir lernen für unser eigenes Leben und Sterben.

Wir sind
Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen und Altersgruppen, die sich in Seminaren und Vorträgen auf diese Aufgabe vorbereitet haben und sich ständig weiterbilden. Unser Kreis ist offen für weitere engagierte Mitarbeiter/innen. Wir unterliegen der Schweigepflicht. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich.

Kontakt:

Alexandra von Glasow
Telefon: 3379