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├ľkumenischer Arbeitskreis "Sitzwachen" Kettwig

Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und ihren Angeh├Ârigen im Alten- und Pflegeheim.

Der Grund unserer Arbeit
Jeder Mensch hat seine W├╝rde. In vielf├Ąltigen Beziehungen w├Ąhrend unseres ganzen Lebens sind wir darauf angewiesen, dass diese W├╝rde geachtet wird. Angesichts des nahenden Todes ist die begleitende N├Ąhe eines Mitmenschen Ausdruck von N├Ąchstenliebe und ein Zeichen, das Gottes Liebe auch im Sterben tr├Ągt. Viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen haben keine Angeh├Ârigen und Freunde in der N├Ąhe. Manche von ihnen sind ganz allein und f├╝hlen sich verlassen. Besonders sp├╝rbar wird das beim Sterben. Die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der Heime sehen ihre Aufgabe als ganzheitlichen Pflegedienst und die Bewohner als Menschen mit leiblichen, seelischen und geistigen Bed├╝rfnissen. Sie tun was sie k├Ânnen. Dennoch ist es ihnen oft nicht m├Âglich, bei einem Sterbenden ├╝ber eine lange Zeit zu bleiben. Diese Zeit fehlt vor allem am Abend und in der Nacht.

Unsere Ziele
Wir wollen...
... die letzte Lebensphase nach M├Âglichkeit in gewohnter Umgebung mittragen,...
... ungewollter Isolation entgegenwirken.
... das Pflegepersonal entlasten.
... die Angeh├Ârigen st├╝tzen.
... das Sterben in unser Leben einbeziehen.
... das ├ľffentliche Bewusstsein im Hinblick auf das Sterben ver├Ąndern.

"Wir werden jedem Menschen den Raum geben m├╝ssen,
seinen eigenen Tod zu sterben,
auch wenn das zuf├Ąllig nicht der Tod ist,
den der Helfer f├╝r den idealsten h├Ąlt."
(Paul Sporken)

Was wir tun
Wir lassen uns leiten von unserem Einf├╝hlungsverm├Âgen in die Person des Sterbenden und seine Situation. Wir versuchen herauszufinden, was er in diesem Moment braucht und was der W├╝rde dieses Menschen entspricht.

- Ob wir still an seinem Bett sitzen.
- Ob wir kleine Handreichungen tun.
- Ob wir seine Hand halten.
- Ob wir etwas sprechen, einen Liedvers singen oder beten...

F├╝r all das gibt es keine festen Regeln, nach denen zu handeln w├Ąre. Die W├╝nsche und Bed├╝rfnisse des sterbenden Menschen sind Ma├čstab f├╝r unser Tun.

Unsere Erfahrungen
Bei diesem Tun sind wir den unterschiedlichsten Erfahrungen ausgesetzt. Wir erleben, dass unsere Begleitung den Sterbenden Trost sein und Ruhe vermitteln kann. Wir k├Ânnen Ohnmacht erleben und an unsere Grenzen sto├čen. Wir haben unser eigenes Schicksal vor Augen: Betroffenheit und Angst, aber auch Hoffnung k├Ânnen entstehen. Wir lernen f├╝r unser eigenes Leben und Sterben.

Wir sind
Frauen und M├Ąnner aus unterschiedlichen Berufen und Altersgruppen, die sich in Seminaren und Vortr├Ągen auf diese Aufgabe vorbereitet haben und sich st├Ąndig weiterbilden. Unser Kreis ist offen f├╝r weitere engagierte Mitarbeiter/innen. Wir unterliegen der Schweigepflicht. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich.

Kontakt

Alexandra von Glasow
Telefon: 3379